Alaä Hamed - Ein Religionskritiker in Ägypten

Alaä Hamed - Ein Religionskritiker in Ägypten

Alaä Hamed - Ein Religionskritiker in Ägypten

in: MIZ – Mitteilungen und Informationen zur Zeit. Nr. 4 (1992), 21. Jg., S. 17–19.

Beitrag, Deutsch, 3 Seiten, IBKA

Autor: Oliver Kloss, M. A.

Erscheinungsdatum: 1992


Quelle: MIZ - Mitteilungen und Informationen zur Zeit

Seitenangabe: 17-19

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Am 25. Dezember 1991 stand Alaä Hamed seines schriftstellerischen Werkes wegen vor dem „Notstandsgericht für Fragen der Staatssicherheit“ in Kairo. Der Richter verlas das Urteil: 2.300 Ägyptische Pfund Geldstrafe und acht Jahre Haft wegen des Verstoßes gegen die staatliche Sicherheit und den sozialen Frieden. – Ein Schock nicht nur für ägyptische Intellektuelle! 

Die arabische Abteilung von BBC London platzierte das Urteil an zweiter Stelle in den Nachrichten, gleich nach der Meldung vom Rücktritt Michail Gorbatschows.
Sogar in Deutschland gelangte die Nachricht in die Medien (z. B. FAZ vom 30. 12. 1991).
Der Journalist Jusif El Kaid sprach von der „gefährlichsten Verurteilung des 20. Jahrhunderts" (Almussawar. No. 3508, 3. 1. 1992).
Die Ägyptische Menschenrechts-Organisation kritisierte die Urteile als Verletzung des Rechtes auf Meinungsfreiheit und künstlerische Innovation. Es sei das erste Mal in der neueren Geschichte nach der Revolution von 1952, dass ein Autor wegen seines schriftstellerischen Werkes ins Gefängnis solle.