Ausbildung / Lehrgang
Veranstalter: HAUS DER TECHNIK e.V.
Referenten: Christoph Bubert, Andrea Wegner-Katzenstein
Veranstaltungsseite: zur Homepage
Sprache: Deutsch
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Ziel der berufsbegleitenden Ausbildung ist es, die Teilnehmer/-innen zu qualifizieren, Bau-Mediationsprozesse zu leiten und lösungsorientierte Kommunikation im eigenen Arbeitsfeld einzusetzen.
In der Baumediation finden Konfliktsituationen vornehmlich statt zwischen
Leitung
RA Christoph Bubert
international zertifizierter Mediator und Mediationstrainer (DACH), zertifizierter Mediator (DGM) und nach den MQ®-Standards, Schiedsrichter und Schlichter, 25-jährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Privaten Bau- und Architektenrechts sowie des Vergaberechts
RA'in Andrea Wegner-Katzenstein
international zertifizierte Mediatorin und Mediationstrainerin (DACH), zertifizierte Mediatorin (DGM), Master of Mediation, Schlichterin
Teilnehmerkreis
In der Ausbildung zum Bau-Mediator/zur Bau-Mediatorin werden besondere Techniken erlernt, anhand deren typische Baukonflikte bearbeitet werden. Die Mediationsausbildung richtet sich an:
Inhalt
Grundlagen der Bau-Mediation
• Grundlagen und Prinzipien der Mediation
• Methoden und Phasen der Mediation
• Leitbilder und Ziele der Mediation
• Abgrenzung gegenüber anderen Konfliktregelungsverfahren
• Anwendungsbereiche der Mediation
Block 2: 07.-08.12.2012
Themen und Interessenklärung
• Bau-Konfliktanalyse
• Vorbereitung der Bau-Mediation
• Themensammlung
• Abgrenzung Positionen - Interessen der Baubeteiligten
• Die Bedürfnispyramide
• Mediatorische Übungen in Konfliktsituationen
Block 3: 18.-19.01.2013
Grundlagen der Kommunikation
• Kommunikationsmodelle
• „Das innere Team“ nach Schulz von Thun
• Vier Seiten einer Nachricht
• Werte- und Entwicklungsquadrat
• Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
Block 4: 15.-16.02.2013
Verhandlungen I
• Bedeutung von Verhandlungen
• Verschiedene Verhandlungsstile
• Erfolgreich Verhandeln nach dem Harvard-Konzept
• Bedeutung der non-verbalen Kommunikation in Verhandlungen
Block 5: 15.-16.03.2013
Verhandlungen II
• Optionsbildung, Kreative Ideen
• Bewertung von Optionen
• Weitere Kreativtechniken
• Verhandlungstechniken für Bau-Mediationen
• Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen in Baukonflikten
Block 6: 19.-20.04.2013
Rechtliche Grundlagen für die Bau-Mediation
• Rechtliches Basiswissen
• Mediationsvertrag und -vereinbarung
• Haftung und Verjährung
• Rechtsdienstleistungsgesetz
• Mediationsrichtlinie + Mediationsgesetz
• Mediation in Europa
Block 7: 17.-18.05.2013
Rolle und Selbstverständnis des Bau-Mediators
• Mediation als Haltung
• Ethik der Mediation
• Exkurs: Co-Mediation / Team-Mediation / Kurz-Mediation
• Mediatorische Übungen
Block 8: 14.-15.06.2013
Komplexe Fallgestaltungen
• praktische Anwendung von Kreativtechniken
• Mediation bei Großbauprojekten
• Mediation in Teamkonflikten
• Mediatorische Übungen
Block 9: 05.-06.07.2013
Abschluss-Seminar/Prüfung
• Mediatorische Übungen
• Rückblick und Ausblick
• Theoretische und praktische Prüfung
Die Blöcke finden jeweils freitags von 13:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 9:30 bis 17:30 Uhr statt. Der erste Block bildet eine Ausnahme: Hier beginnt der Block am Freitag bereits um 10:00 Uhr und endet um 20:00 Uhr.
Intervision (Arbeit in Peer Groups)
findet zwischen den Blöcken in Eigenorganisation der Teilnehmer statt (insges. 40 Stunden). Inhalte und Ergebnisse werden im Plenum in den Seminarblöcken ausgewertet und diskutiert.
Umfang der Ausbildung
Die Bau-Mediationsausbildung umfaßt insgesamt 160 Seminarstunden in neun Unterrichtsblöcken einschließlich Intervision (40 Stunden eigenständige, selbst organisierte Gruppenarbeit) und Supervision. Zusätzlich muss noch ein Zeitaufwand von 20 Stunden (Minimum) für die Bearbeitung von 2 eigenen Mediationsfällen und 40 Stunden (Minimum) für das Durcharbeiten von Skripten und Literatur, sowie für Eigenrecherche eingeplant werden. Der letzte Block schließt ab mit einer theoretischen und praktischen Prüfung. Die Teilnehmenden erhalten nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat, das sie als Bau-Mediator bzw. Bau-Mediatorin ausweist.
Eine Anmeldung ist ausschließlich für die Gesamtausbildung möglich.
Anerkennung und Zertifikat
Die Ausbildung ist anerkannt von der Architektenkamer Nordrhein-Westfalen und der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen.Nach Abschluss der Ausbildung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Bau-Mediator (HDT)“ vom Außeninstitut der Exzellenz-Universität RWTH Aachen und Deutschlands ältestem technischen Weiterbildungsinstitut, dem Haus der Technik.
Optionales Zusatzmodul:
Als Vorbereitung zur Erlangung der Zertifizierung bei einem anerkannten Mediatorenverband (DACH e.V.) bieten wir ein Aufbaumodul mit Schwerpunkt „praktische Übungen/Sondersituationen“ von insgesamt 40 Stunden an. Für die Zertifizierung ist zusätzlich der Nachweis von insgesamt 4 dokumentierten Mediationen notwendig.
Inhalte:
• Besonderheiten der Auftragsklärung in komplexen Fällen (Vertiefung)
• Haltung und Selbstklärung des Mediators anhand verschiedener Modelle
• Kurzzeitmediation in Bau-Konflikten
• Shuttle-Mediation
• Mediation für Großgruppen (Vertiefung)
• Qualitätssicherung durch Matrix
Teilnahmegebühr: EUR 1.850,00
Das Zusatzmodul ist als Fortbildungsveranstaltung anerkannt von Ingenieurkammer-Bau NRW und der AKNRW für die Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur und Landschaftsarchitektur.
Zahlungsmodalitäten
Eine Zahlung der Teilnahmegebühr von EUR 4.700,, für die 9-modulige Ausbildung in 8 Teilbeträgen von jeweils EUR 615,00 ist möglich (insges. dann EUR 4.920,00), die jeweiligen Beträge werden jeweils zu Beginn des Moduls fällig.
Für Teilnehmer aus NRW besteht unter Umständen die Möglichkeit einer anteiligen Förderung über Bildungsscheck. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf unserer Homepage ww.hdt-essen.de