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Burnout und Burnout-Prävention

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BUB Agrar
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  • Veröffentlichungstyp:
Beitrag
  • Sprache:
Deutsch
  • Erscheinungsdatum:
2007
  • Seiten:
8
  • Beschreibung:

Dagmar Ruhwandl
Burnout und Burnout-Prävention

Zwischen 20 und 25 Prozent aller Berufstätigen brennen einmal in ihrem Erwerbsleben aus. Und die Gefährdung nimmt zu, vor allem durch ein Ansteigen der zu verarbeitenden Informationsmengen. Ursachen finden sich sowohl in individuellen Prädispositionen und Arbeitsweisen wie auch in unternehmensbedingten Faktoren. Präventionsmöglichkeiten bieten Informationen über die Früherkennung des Burnout-Syndroms in Verbindung mit dem Erlernen eines Entspannungstrainings. Bei Auftreten von Warnsymptomen sollte frühestmöglich ein Arzt konsultiert werden, da das Burnout-Syndrom in den Frühphasen deutlich rascher und effektiver zu behandeln ist als nach monate- oder gar jahrelangem Verlauf.

Das Burnout-Syndrom wurde erstmals Mitte der 1970er Jahre vom US-amerikanischen Psychologen Herbert Freudenberger beschrieben. Er schätzte Burnout zunächst als eine Krankheit der „helfenden“ Berufe ein. Relativ rasch zeigte sich aber, dass das Syndrom in fast allen Berufen auftreten kann, in denen Kontakte mit Menschen zum täglichen Geschäft gehören. Vor allem Lehrer sind durch Burnout gefährdet: Bis zu 50 Prozent aller Lehrer brennen aus. Aber auch Sozialarbeiter, Ärzte, Krankpfleger und Erzieher sowie Führungskräfte aller Branchen sind gefährdet. Zu spät erkannt, kann es wochen- oder gar monatelange Arbeitsausfälle, langwierige psychische und körperliche Leiden und aufwändige Behandlungen nach sich ziehen.
Auch für die Arbeitgeber und die Gesellschaft hat dies Folgen. Durch den Arbeitsplatz verursachte psychische Erkrankungen führen nach einer Studie der UN Labour Organisation (ILO) allein in Deutschland zu Produktionsausfällen von jährlich mehr als 2,5 Milliarden Euro. Die deutschen Krankenkassen schätzen die volkswirtschaftlichen Folgekosten von Angst und Stress im Job auf über 75 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Häufigkeit von Burnout nimmt zu. Ein Grund dafür ist das generelle Ansteigen der Häufigkeit psychischer Erkrankungen. Nach dem DAK-Gesundheitsreport 2002 (aus Daten von mehreren DGR) (stimmt das Jahr? Habe ich dazu geschrieben…) erhöhte sich zwischen 1997 und 2002 die Zahl der Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen um 63 Prozent – bei insgesamt sinkendem Krankenstand. Weitere Gründe für das vermehrte Burnout-Syndrom sind steigender Stress im Beruf durch die zunehmend angespannte Weltwirtschaftslage, Restrukturierungswellen sowie der durch Globalisierung verschärfte internationale Wettbewerb. Durch die steigende Informationsflut müssen Berufstätige viel mehr Informationen bearbeiten als früher: Überlegen Sie einmal, wie viele E-Mails Sie vor 5 Jahren bekamen und wie viele Sie heute täglich beantworten! ? Auch der Trend in allen westlichen Industrienationen zu mehr Dienstleistungstätigkeiten steigert die Burnout-Rate – denn Dienstleister brennen häufiger aus.

Das Business-Tabu Burnout lockert sich
Betroffene Leistungsträger bekennen sich zunehmend zur eigenen Burnout-Krise: Als der Schweizer FDP-Vorsitzende Rolf Schweiger das Burnout-Syndrom als Grund seines Rücktritts nannte, brach er mit einem Tabu. Das Eingeständnis der emotionalen Erschöpfung wollte im ersten Moment so gar nicht in die von wirtschaftlichen Interessen geprägte Politlandschaft passen. Doch statt Vorwürfen trafen Genesungswünsche ein. Und: Arbeitgeber von Leistungsträgern stehen immer öfter hinter den betroffenen Personen. So unterstützte der Deutsche Ski-Verband vor drei Jahren den Skispringer Sven Hannawald in seiner Burnout-Krise. Dennoch leiden Betroffene meist noch alleine. Zum einen aus Scham, zum anderen, weil sie um ihre Reputation fürchten. Der Ausgebrannte hat oft keine Kraft mehr, irgendetwas zu unternehmen.
Durch prominente Opfer wird das Burnout-Syndrom zunehmend salonfähig. Firmen bieten Anti-Burnout-Workshops an, in manchen Unternehmen sind sie für Führungskräfte sogar schon Pflicht. Beim schwedischen Autohersteller Volvo geht man offen mit dem Problem um, nachdem man auch hier Ende der 1990er Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen feststellen musste. Schwerstbetroffenen bietet Volvo heute ein zwölfmonatiges Wiedereingliederungsprogramm unter ärztlicher und psychologischer Aufsicht. Seminare zum Thema „Burnout“ sind für alle Mitarbeiter Pflicht, Manager müssen regelmäßig an mehrtägigen Schulungen teilnehmen. In der ganzen Firma herrsche nun ein großes Bewusstsein für das Thema. Es sei völlig in Ordnung mit und über Mitarbeiter zu sprechen, die einen psychischen Zusammenbruch hatten – und natürlich auch darüber, wie das verhindert werden kann.
Auch die Berufsgenossenschaften widmen sich zunehmend den Gefahren psychischer Überlastung am Arbeitsplatz. So bietet zum Beispiel die Unfallkasse Baden-Württemberg seit 2002 ein Burnout-Präventionsprogramm für Führungskräfte an und unterstützt so finanziell und logistisch, Burnout-Präventionsmaßnahmen in den von ihr betreuten Unternehmen.

Burnout – Ursachen
Wie kommt es zum beruflichen Ausbrennen? Unterschieden wird zwischen persönlichen und unternehmensbedingten Ursachen. Zu den unternehmensbedingten Ursachen gehört die hohe Komplexität einer Tätigkeit (zum Beispiel durch so genanntes „Multitasking“, also eine Vielzahl von Aufgaben, die zeitgleich erledigt werden müssen) sowie der hoher Zeitdruck. Zum Ausbrennen führen zudem unklare Erfolgskriterien, zu geringe Handlungsspielräume und Entfaltungsmöglichkeiten, Routine und Langeweile sowie sonstige schädliche Arbeitsbedingungen (kurze Einarbeitungszeiten, schlechtes Arbeitsklima, starre Arbeitszeitmodelle, wenig soziale Unterstützung im Betrieb).

Neben diesen allgemeinen Risikofaktoren können zusätzliche Merkmale als belastend empfundene werden:

  • Unzufriedenheit mit Führungsstil und akute Konflikte mit Vorgesetzten,
  • Eingeschränkter Entscheidungs- und Handlungsspielraum,
  • Zeitweise Überforderung durch Häufung von Anforderungen in bestimmten Abschnitten des Arbeitstages,
  • Schlechtes (hektisches und störungsvolles) Arbeitsklima.

Aber nicht nur die berufliche Belastung, sondern auch Persönlichkeitseigenschaften und Arbeitsstil beeinflussen das Ausmaß der Burnout-Gefährdung. Das Verhalten mit dem Erwerbstätige ihren beruflichen Anforderungen gegenübertreten (Arbeitsengagement sowie Widerstandskraft gegenüber Belastungen), spielt dabei eine herausragende Rolle. Nach einer Untersuchung von Uwe Schaarschmidt an der Universität Potsdam sind bei Lehrern vor allem zwei Risikogruppen gefährdet: Die Risikogruppe A mit hohem Arbeitsengagement und geringer Widerstandskraft gegenüber Belastungen sowie die Risikogruppe B mit niedrigem Engagement und ebenfalls geringer Widerstandskraft gegenüber Belastungen (s. Tabelle 1: hat der Typ A auch einen Namen – so wie alle anderen?).

Symptome des Ausbrennens
Da das Burnout-Syndrom bislang nicht nach einer der internationalen Diagnose-Klassifizierungen standardisiert ist, gibt es in der Literatur eine Fülle an Phaseneinteilungen. Hier wird die Einteilung in drei Phasen vorgestellt (s. Tabelle 2) (von wem ist dieses Modell? Was überzeugt Sie an diesem Modell? D.h., warum stellen Sie das hier vor und nicht ein anderes?).
Aus meiner Erfahrung mit Patienten, die ich darin anleiten will, ein drohendes Ausbrennen so früh wie möglich und mit einfachen Mitteln zu erkennen, denke ich, halte ich eine Einteilung in 3 Phasen für sinnvoll.

Phase I
In Phase I (Emotionale Erschöpfung) fühlen sich die Betroffenen im Job frustriert und ausgelaugt. Sie verlieren die Fähigkeit, in ihrer Freizeit zu regenerieren. Positive Energie und Schwung für einen neuen Arbeitstag nehmen immer mehr ab. Diese Symptome der Emotion sind besonders bei Frauen stark ausgeprägt.
[S]Die Rektorin einer Hauptschule beschreibt ihre Situation folgendermaßen: „Schon wenn ich nur an die Arbeit dachte, war ich völlig verzweifelt! Ich konnte mich kaum mehr erholen, dauernd schwirrten To-do-Listen in meinem Kopf herum, auch wenn ich mich nur für eine Viertelstunde auf\'s Sofa legte. Mein Freund litt mit mir unter meinen regelmäßigen Sonntagsabends-Depressionen“.[M]

Phase II
In Phase II kommt es zu Gereiztheit und schließlich zu Gleichgültigkeit in Beruf und Privatleben. Daraus erwächst eine Gefühllosigkeit gegenüber Mitarbeitern und Kunden. Resignation stellt sich ein. Schließlich kommt es zu einer weitgehenden Kontaktvermeidung, um sich Emotionen so wenig wie möglich aussetzen zu müssen. Die Folge: Nichterscheinen oder nur passive Mitarbeit in Teambesprechungen oder Konferenzen. Die Eigeninitiative geht zurück. Spätestens hier sollte Kontakt zum Arzt oder Psychotherapeuten aufgenommen werden, um Chronifizierung und langwierige Arbeitsunfähigkeit zu verhindern.
[S]„Jedes Klingeln des Telefons war mir eine körperliche Qual. Ich konnte mich kaum überwinden, den Hörer abzunehmen, da ich wusste, wie sehr mich dieses Gespräch anstrengen würde. Gesprächen mit Kollegen ging ich aus dem Weg, ich war immer heil froh, wenn sie auf einer Dienstreise waren. Freunde hatte ich schon seit Monaten nicht mehr angerufen, geschweige denn persönlich getroffen. Obwohl ich immer ein geselliger Mensch gewesen war! Ich war so gefühllos, dass ich nicht einmal mehr den Schmerz darüber wahrnahm. Auch im Büro war ich innerlich wie taub, selbst die Beschwerde eines Stammkunden, löste nicht einmal Wut in mir aus“, so die Vertriebsmanagerin einer Softwarefirma.[M]

Phase III
Phase III (Leistungseinschränkung) ist gekennzeichnet durch zunehmenden Leistungsabfall. Der Verlust von Selbstvertrauen und eine negative Selbsteinschätzung führen zu einem Mangel an positiven Erlebnissen. Erfolge werden als solche nicht mehr wahrgenommen. Es kommt zu massivem Verlust von Kompetenz- und Effizienzgefühl und schließlich zu reduzierter Produktivität. Meist nehmen Außenstehende erst an diesem Punkt das Ausbrennen ihrer Mitarbeiter, Kollegen oder Familienangehörigen wahr. Häufig ist dann ein Rückzug durch Arbeitsunfähigkeit, Kündigung oder Frührente nicht mehr vermeidbar.
[S]„Nach dem Gespräch mit meinem Vorgesetzten bin ich nach Hause gegangen und habe stundenlang nur geheult. Allein beim Gedanken an meine miserablen Leistungen, mein Versagen packte mich die Angst. Ich hatte seit Monaten nichts mehr in meiner Tätigkeit als Erfolg wahrgenommen, seit langem zweifelte ich daran, ob ich den richtigen Beruf gewählt habe – und das, obwohl ich jahrelang mit Begeisterung und Engagement bei der Sache war!“ Gymnasiallehrer, 37 Jahre.[M]

Relativ unspezifisch, aber dennoch sehr häufig, treten körperliche Störungen auf. Am häufigsten sind psychosomatische Symptome. Dies sind körperliche Symptome, bei denen auch nach sorgfaltiger ärztlicher Abklärung keine körperlichen Ursachen gefunden werden können. Hierzu gehören in erster Linie

  • Herzbeschwerden (Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag),
  • Beschwerden des Magen-Darm-Traktes (Schmerzen, Brennen, Enge, Blähungen, Durchfall),
  • Häufiges Wasserlassen oder Schmerzen beim Wasserlassen,
  • Husten und Atemstörungen,
  • Schmerzen im Bewegungsapparat oder Kopfschmerzen.

Auch wechselnde, verschiedenartige körperliche Symptome ohne nachweisbare körperliche Ursache können Ausdruck eines Burnout-Syndroms sein. Diese können zum Teil so weit gehen, dass sie familiäre und soziale Bindungen des Betroffenen beeinträchtigen. Die körperlichen Beschwerden können in allen Phasen eines Burnouts auftreten, oft gehen sie einem Ausgebranntsein auch schon um Wochen oder Monate voraus.

In der Prävention des Burnout werden diese Symptome häufig im Sinne eines Warnsignals genutzt (s. Tabelle 3). So berichten Patienten nach erfolgreicher Behandlung, dass sie seitdem immer ihr Arbeitspensum herunterschrauben beziehungsweise mehr Zeit für Regenerationsmöglichkeiten einräumen, wenn sie „ihr“ Warnsignal (z. B. Ohrgeräusch (Tinnitus), Magenbeschwerden, Herzrasen, Schwindel, Rückenschmerzen oder Schlafstörungen) wieder wahrnehmen.

Depression oder Burnout?
Das Burnout- oder Erschöpfungssyndrom ist nach der aktuellen internationalen Klassifikation von Krankheiten keine Diagnose im eigentlichen Sinn. Häufig ist die zunehmende Erschöpfung bei Burnout-Betroffenen der Grund, einen Arzt aufzusuchen. Die Diagnose, die anschließend gestellt wird - meist eine depressive Erkrankung, eine Angststörung oder eine somatoforme Störung (die so genannten psychosomatischen Erkrankungen) - gilt als Ursache oder Auslöser für die Erschöpfungssymptomatik.

Die Unterscheidung von Depression und Burnout ist nicht einfach. Viele Symptome, wie Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Leistungseinschränkung oder Verlust von Selbstvertrauen, finden sich bei beiden Krankheitsbildern. Die Diagnostik sollte daher in jedem Fall von einem Facharzt oder eine Fachärztin für Psychiatrie oder Nervenheilkunde durchgeführt werden. Diese können auch mögliche körperliche Ursachen der Beschwerden feststellen, zu denen unter anderen Schilddrüsenfunktionsstörungen und weitere endokrinologische Störungen sowie Gehirnveränderungen, im schlimmsten Fall ein Hirntumor, gehören.
Auch können in manchen Situationen, zum Beispiel bei lang anhaltenden, quälenden Schlafstörungen oder Lebensunlust, Medikamente gut helfen. Gerade Medikamente zur Besserung einer Depression, so genannte Antidepressiva, machen nicht abhängig und sind sehr nebenwirkungsarm. Sie können bestimmte Nerven-Botenstoffe „ersetzen“, die bei schweren Depressionen nicht in ausreichender Menge im Gehirn vorhanden sind. Dies ist vergleichbar mit der Behandlung eines Diabetes: Insulin, das zur Aufnahme von Zuckerstoffen in die Körperzellen benötigt wird, wird nicht in ausreichender Menge produziert und muss durch Medikation ersetzt werden, damit der Körper nicht innerlich „verhungert“. Ähnlich ist die Situation bei manchen Formen der Depression: Die Botenstoffe für Zufriedenheit und Antrieb sind nicht in ausreichender Menge vorhanden, der Betroffene ist traurig und antriebslos.

Hinweise zur Burnout-Prävention
Die wichtigste Faustregel lautet: Je früher Maßnahmen gegen das Ausbrennen beginnen, desto seltener kommt es zur Erkrankung und umso milder ist der Verlauf. Prävention wird daher ein großer Stellenwert eingeräumt. Empfohlen wird eine Kombination aus Entspannungstechniken und Gruppensitzungen mit Erfahrungsaustausch über belastende Probleme im Berufsalltag.

Was kann gegen den drohenden Burnout unternommen werden? Man unterscheidet, wie bei den Ursachen, individuelle und unternehmerische Maßnahmen. Klare Zielvorgaben und regelmäßige Anpassung der Arbeitsanforderungen helfen, Berufserfolge in allen Phasen der Berufstätigkeit zu erleben. Berufliche Entfaltungsmöglichkeiten verhindern Routine und Langeweile und fördern die Kreativität und Schaffenskraft. Regelmäßige Aus- und Weiterbildung ist nicht nur Pflicht, sondern ein wirksames Mittel um dem beruflichen Ausbrennen vorzubeugen. So haben Burnout-Betroffene meist mehrere Jahre keine Fortbildungen besucht.

Bei der individuellen Burnout-Prävention stehen der Abbau unrealistischer Erwartungen an den Beruf und erfolgreiches Stressmanagement an erster Stelle der Präventionsmaßnahmen. Erwartungen an den Beruf oder an eine neue Stelle sollten immer wieder reflektiert und mit der Realität abgeglichen werden. Am besten gelingt dies mit Kollegen oder Freunden, die ähnliche Erfahrungen teilen. Energiequellen müssen gefunden und gepflegt werden, denn nur intensive, leidenschaftliche außerberufliche Beschäftigungen geben Kraft, auch Durststrecken im Beruf zu überwinden. Energiequellen können sein:

  • Kontakte zu Freunden, Familie pflegen,
  • Hilfe annehmen,
  • Hobbys pflegen,
  • Leidenschaften entwickeln; Liebe zu Kultur, Natur, Lebewesen,
  • Entspannungstechniken anwenden, zum Beispiel Autogenes Training.

Wenn es zu spät ist für Prävention, sollten Betroffene so früh wie möglich Hilfe suchen. Denn wenn der Akku erst einmal leer ist, wird es immer schwerer, ihn wieder aufzuladen. Dann ist eine ambulante Psychotherapie bei spezialisierten Ärzten oder Psychologen zu empfehlen. Sie dauert je nach Burnout-Stadium etwa 15 bis 50 Stunden. In schwereren Fällen oder bei besonderen Lebens- oder Arbeitskonstellationen kann auch eine Klinikbehandlung notwendig sein.

Literatur

  • DAK (Hrsg.): DAK-Report Berufsschullehrer. Belastungsschwerpunkte von Berufsschullehrern. 2004. Online im Internet: www.vlbs.de/dl/dak_report.pdf (Zitationsdatum: 3.09.2007)
  • DAK-Gesundheitsreport 2002 – können Sie die Angabe konkretisieren? s.o.
  • Krapp, Andreas / Weidenmann, Bernd (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. Ein Lehrbuch. BELTZPVU 2001.
  • Ruhwandl, Dagmar: Erfolgreich ohne auszubrennen. Das Burnout-Buch für Frauen. Stuttgart: Klett-Cotta 2007.
  • Schaarschmidt, Uwe (Hrsg.): Halbtagsjobber? Psychische Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern. Weinheim: Beltz-Verlag 2005.


Die Autorin
Dr. Dagmar Ruhwandl, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Morgenrothstraße 57, 81677 München
kontakt@burnoutpraevention.de
www.burnoutpraevention.de


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