Aufsatz, Deutsch, 2 Seiten, prevero AG
Herausgeber / Co-Autor: Mag. Wolfgang Neuwirth
Erscheinungsdatum: 2009
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Controlling in Zeiten der Krise
In den letzten Monaten wurde ich von vielen Kunden, Partnern und Kollegen gefragt, wie sich die Weltwirtschaftskrise auf die Ansätze im Controlling im Allgemeinen und auf unser Unternehmen als Anbieter von Controllinglösungen im Besonderen auswirkt. Tatsächlich haben sich unser Umfeld und auch unsere Tätigkeit in den letzten Monaten stark verändert.
Zunächst einmal ist der Bedarf nach Planung, Vorschaurechnungen und Szenarienrechnungen deutlich angestiegen. Solange das Geschäft einigermaßen stabil läuft, kann man sich gut an Hand der Vergangenheit orientieren. Was ist aber, wenn der Umsatz um 20, 30 oder gar 40 % einbricht? Wie überlebt man solche Veränderungen? Welche Anpassungen sind notwendig und wie schnell wirken sie? Das sind die Fragen, denen sich viele Unternehmensverantwortliche und Controller gegenübersehen.
Neben Plänen und Szenarien ist in einer kritischen Phase das Berichtswesen von entscheidender Bedeutung. Wenn von Banken Kredite zu bekommen sind, dann oft nur bei Bereitstellung von aussagekräftigen Berichten. Der Geldbedarf kann nur schlecht grob über die Mittelfristplanung gesteuert werden, Zahlungspläne müssen häufig auf Einzelrechnungsbasis aus der Buchhaltung ermittelt werden.
Größere strategische Ansätze und optisch aufwendige Steuerungssysteme treten in den Hintergrund. Vieles wird mit den bestehenden Bordmitteln oder im Standard gelöst. Für eine größere Softwareeinführung ist weder Zeit noch Geld da, wenn gleichzeitig ein Teil der Mannschaft auf Kurzarbeit geschickt wird. Die Einführungsprojekte werden daher aktuell kürzer; in vielen Fällen wird auf einen größeren Roll-out verzichtet. Stattdessen werden Anwendungen für eine kleine Gruppe aufgesetzt, die sich um die Steuerung kümmert. Typischerweise werden Professional Planner-Einzelplatzsysteme und kleinere Serversysteme dafür eingesetzt.
Oft ist nicht genügend Zeit, um überhaupt ein Softwareprojekt durchzuführen. Derzeit unterstützen wir eine Reihe von Kunden direkt bei ihren Controllingprozessen, damit Bankpräsentationen rechtzeitig fertig werden und Sanierungskonzepte zum versprochenen Zeitpunkt präsentiert werden können.
Nachdem Unternehmen ihre Planungen auch mit der Gratisversion von Professional Planner durchführen könnten wir hier tatsächlich in vielen Fällen schnell und kostengünstig Hilfe leisten.
Diese Situation wirkt sich auf unseren eigenen Geschäftsverlauf sehr gemischt aus: Während wir uns über eine hervorragende Auslastung im Consultingbereich freuen, haben die Softwareumsätze seit Herbst 2008 deutlich nachgelassen. Insgesamt sinken aber sowohl Deckungsbeiträge als auch der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.
Wir haben unser Unternehmen auf diese neue Situation eingestellt und dabei natürlich auch selbst unser ganzes Arsenal an Simulations- und Szenarientechniken in Professional Planner genutzt. Wir begleiten die Entwicklung durch laufendes Forecasting, wobei die Forecasts häufig mehr als einmal im Monat angepasst werden. Jede größere Veränderung wird berücksichtigt, jede größere Entscheidung auf ihre Auswirkung geprüft.
Wie so viele andere Unternehmen haben auch wir unsere Kosten deutlich reduziert; sie finden dazu einen Artikel von unserem Gründer Manfred Winterheller in diesem Newsletter, der ihnen zeigt, was uns dabei bewegt hat. Wir haben dafür unsere Standorte in Düsseldorf und Wien geschlossen, auf einen Teil der Mitarbeiter (vor allem in Verwaltungs- und Unterstützungsstellen) verzichtet und andere ins Homeoffice geschickt. Mitarbeiter aus dem Entwicklungsbereich wurden in den Consultingbereich übernommen und verstärken damit unsere Mannschaft für die direkte Kundenunterstützung.
Unsere Neuentwicklungen wie das aktuelle Service Release von Professional Planner, das Anfang August erschienen ist, wurden speziell für das Self Service-Controlling ausgelegt. Verstärkte Einbindung in Microsoft Excel und verbesserte Forecast-Features gehören zu den neuen Funktionen, die gerade in Krisenzeiten Controller und Berater unterstützen.
Mit den Änderungen in unserer Organisation und unseren Produkten sind wir für die aktuellen Herausforderungen gut aufgestellt. Mit unseren Produkten für Planung, Berichtswesen, Analyse und Konsolidierung und unserem seit 20 Jahren gesammelten Fach-Know-how können wir gerade in der Krise einen guten und kostengünstigen Beitrag für Sie liefern. Wenn Sie dran interessiert sind, wenden Sie sich an: office@winterheller.com
Autor: Wolfgang Neuwirth, CAO, Geschäftsführer, WINTERHELLER software GmbH
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