
PD Dr. habil. Key Pousttchi leitet seit 2001 die Forschungsgruppe wi-mobile an der Universität Augsburg. Er erforscht die Anwendung mobiler und ubiquitärer Technologien durch Unternehmen und Endkunden sowie die Zukunft von Mobilfunkmärkten.
Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr München, Fakultät für Informatik, und davor seit 1989 als Offizier der Bundeswehr in verschiedenen Führungs- und Spezialverwendungen tätig, u.a. als Pressesprecher der Deutsch-Französischen Brigade im ehemaligen Jugoslawien und als Dezernent für Anwendungssysteme und integrierte Informationsverarbeitung. Seine Promotion und Habilitation erfolgten an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg.
Dr. Pousttchi ist stellvertretender Sprecher der Fachgruppe „Mobilität und mobile Informationssysteme (MMS)“ der Gesellschaft für Informatik e.V. sowie für verschiedene Organisationen als Gutachter tätig. Im Rahmen seiner Tätigkeit hatte er außerdem eine Professur an der Universität Magdeburg inne, war Lehrbeauftragter der Universitäten Zürich und Frankfurt/Main sowie Mitglied des Centre for Business Information, Organisation and Process Management (BIOPoM) der Westminster Business School in London, Leiter des National Roundtable M-Payment der deutschen Mobilfunkanbieter und Banken und gehörte dem Expertengremium Mobile Enterprise für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie an. Von der International Conference on Mobile Business wurde er 2004 in New York und 2008 in Barcelona jeweils für Exzellenz in der Forschung ausgezeichnet und erhielt 2010 den Viermetz-Wissenschaftspreis.
Er ist nicht nur „Handy-Forscher“ und thematisiert die Entwicklung des Nutzungsverhaltens und der gesellschaftlichen Bedeutung mobiler Geräte, sondern befasst sich vor allem mit Geschäftsmodellen, Märkten und Produktivität. Hierunter fallen beispielsweise Erfolgsfaktoren und neue Einsatzmöglichkeiten in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen wie mobilen Bezahl-, Ticketing- und Marketingverfahren, M-Government, mobil-integrierten Geschäftsprozessen, RFID/NFC-Technologie, dem Handy als Kommunikations- und Transaktionskanal zum Kunden, Ansätzen zur M-Democracy für Entwicklungsländer sowie zukünftigen Geschäftsmodellen für Telekommunikations-, IT- und Medienunternehmen. Seine Forschung zeigt, dass das Verständnis für die Besonderheiten des Mediums und seiner Wertschöpfungskette im Vordergrund stehen muss und letztlich über den Erfolg entscheidet.
Neben Vorträgen vor Wissenschaftlern und Praktikern in Europa, Nordamerika und Asien ist er auch gefragter Gesprächspartner nationaler und internationaler Medien, von Handelsblatt, Deutschlandfunk und ZDF bis zur New York Times.
Seine Forschungsgruppe führt neben wissenschaftlicher Forschung und Lehre Strategieberatungsprojekte für national und international agierende Unternehmen durch.