
China hat aus den jüngsten Finanz- und Schuldenkrisen, die
vom Westen ausgelöst wurden, gelernt: Das Land ist dabei, seine
Wirtschaft radikal neu auszurichten. Um weniger von der
Nachfrage aus dem Ausland abhängig zu sein, soll die Volksrepublik
von einer Exportnation zur Konsumgesellschaft werden.
Um den Binnenkonsum massiv ausweiten zu können, wird die
Regierung die Kaufkraft der Haushalte deutlich erhöhen. China
plant, seine Importe in den nächsten fünf Jahren auf 2,7 Billionen
USD zu verdoppeln. Gleichzeitig wird eine Hightech-Nation
entstehen, in der umweltfreundliche und energiesparende
Zukunftstechnologien eine herausragende Rolle spielen. Es
geht zukünftig um Innovation, höhere Qualität und Nachhaltigkeit.
Aus Made in China wird Designed in China.
Andererseits wird sich der Kampf um das geistige Eigentum
weiter zuspitzen, weil die chinesischen Investitionsgüterbranchen
planmäßig durch westliches Know-how aufgewertet
werden sollen. Die chinesische Produkt- und Markenpiraterie
sowie die Industriespionage werden uns in den nächsten Jahren
noch mehr herausfordern. Wie sagte doch Chinas Ministerpräsident
Wen Jiabao kürzlich: „Future competition in the world is IP competition."
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