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Autor: Dipl.-Volksw. Ulrich Martin Drescher
Herausgeber / Co-Autor: Ulrich Martin Drescher
Erscheinungsdatum: 20.10.2005
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Verlag
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Preis: Kostenlos
"Führen nach Pygmalion" - ein archaischer Führungsstil ganz lebendig
Auf der jüngsten Führungstagung für alle 60 Leitenden eines mittelständischen Bauzulieferers im Juni 2005 unter der Orientierung "Führung nach Pygmalion" , weckte dieser faszinierende und zugleich pragmatische Führungsstil erneut die Kräfte der Selbstverantwortung und öffnete Potentiale für Teilnehmer und das Unternehmen insgesamt.
Dabei ist "Führen nach Pygmalion" ursprünglich eine archaische Grundhaltung aus der griechischen Mythologie, die dem zyprischen König Pygmalion zu einer neuen Frau verhalf. Pygmalion hatte sich in eine Statue verliebt und deshalb die Göttin gebeten, sie zum Menschen zu machen. Dies geschah und wurde so zum Sinnbild dafür, wie sich durch die Vorstellung von Möglichkeiten Situationen und Verhaltensweisen ändern können. George Bernard Shaw entwickelte aus diesem antiken Stoff 1912 die Komödie "Pygmalion", die wiederum Grundlage des Librettos zum Musical "My Fair Lady" wurde.
Was ist dran am offenbar über Jahrhunderte wirkungsvollen Ansatz, anderen mehr zuzutrauen als aktuell möglich erscheint ? Wie kann "Führen nach Pygmalion" in der heutigen, harten Führungswelt nützlich sein ?
Offensichtlich sehr wirkungsvoll beim Öffnen von Potentialen bei sich und zu anderen, wie internationale wissenschaftliche Management-Studien belegen.
Ganz einfach, ganz pragmatisch kann so eine kraftvolle Führungshaltung entstehen, wie das Praxis-Beispiel dieser moderierten Führungstagung aus dem Sommer 2005 beweist. .....
In mehreren Praxis-Studien mit Führungsnachwuchskräften wurde der Nachweis erbracht, dass „Führung nach Pygmalion“ - also das Zutrauen der Führungskräfte in die Erfüllung herausfordernder Ziele bei deren Mitarbeitern - tatsächlich nachhaltig bessere und kreativere Leistungen bewirkt als bei einer Gruppe parallel „normal“ geführten Mitarbeiter. Diese Führungsweisen zeichnen die Praxis erfolgreicher Führungskräfte aus, und sind durch empirische Studien belegt (z.B.: HARVARDmanager 1/1990, "Motivation: Pygmalions Gesetz" und Harvard Business manager , April 2003, Talentförderung: "Pygmalions Gesetz").
Den „Pygmalion-Ansatz“ machte sich der Personalentwickler eines führenden mittelständischen Bauzulieferers für seine alljährliche Führungskräfte-Tagung mit gut 60 Teilnehmenden Ende Juni 2005 zunutze.
Hier ging es unter dem Motto „Führen nach Pygmalion – oder die Macht der Erwartungen“ in zwei Tagen darum, kritisch die bisherigen Führungserfolge zu reflektieren und für sich und andere neue Herausforderungen zu setzen. Neue Potentiale zu öffnen, aber nicht mit oberflächlichen Motivations-Tricks oder gerade modischen Techniken, sondern mit tiefgehenden inneren Neu-Aufstellungen der Führungskräfte, die sich offensichtlich über Jahrhunderte bewährt haben.
Zunächst ging es bei dieser Führungskräfte-Tagung im Sommer 2005 darum, das „Prinzip Pygmalion“ als eine frische Möglichkeit des Öffnens neuer Möglichkeiten bei sich und anderen anzuschauen.
Dann folgte der erste Arbeits-Schritt zur realistischen Zielsetzung für die eigene Führungsfähigkeit unter der Frage: „Was sollen meine Mitarbeitenden in zwei Jahren über mich als Führungskraft äussern ?“ Um danach auf die Frage: „Welche Schritte will ich bis dahin getan haben, um dieses Ziel zu erreichen ?“ erste konkrete Aktivitäten zu entwickeln. Diese Fragen wurden zunächst einzeln und in Kleingruppen bearbeitet und dann in moderierter Form im Plenum zusammengetragen. Im Vergleich zum bestehenden Führungs-Leitbild entstand so gemeinsam ein neuer Führungs-Kanon für alle Führungskräfte des Unternehmens.
Nicht nur der archaisch-kraftvolle, aber immer wieder frische Ansatz des „Führens nach Pygmalion“, sondern auch die gezielte Herausforderung jedes einzelnen Teilnehmers dieser moderierten Führungskräfte-Tagung durch Fragen und Antworten im Wechsel zwischen Einzel-, Kleingruppen- und Plenums-Arbeit führte zum Erfolg.
Gemeinsam wurden so nicht nur Führungs-Haltungen verändert, sondern im Kreise der Kollegen auch herausfordernde und zugleich realistische Führungs-Ziele vereinbart. Nachhaltiges kollegiales Coaching der Führungskräfte untereinander wird diese Neuausrichtung stärken.
„Führung nach Pygmalion“: ein unprätentiöser, zunächst ungewöhnlicher, aber kraftvoller und hübsch praktischer Führungs-Ansatz, der neue Potentiale bei Führungskräften und ihren Mitarbeitenden öffnet und so neue Leistungs-Möglichkeiten für die Einzelnen und das Unternehmen ermöglicht.
Ulrich Martin Drescher hat als Berater die Idee beigesteuert, das methodische Konzept gemeinsam mit dem internen Personalentwickler ausgearbeitet und das Drehbuch der Führungskräfte-Tagung mitgeschrieben.
Moderiert wurde diese Führungskräfte-Tagung dann gänzlich ohne externe Berater.
Siehe auch: http://www.organisationsentwicklung.de/mitarbeiter-motivation.htm
umd® - rat+moderation bietet eintägige Trainings „Führung nach Pygmalion“ an.
Ulrich Martin Drescher, drescher@umd.de www.umd.de