Scientology
Verbotsmöglichkeit einer verfassungsfeindlichen Bekenntnisgemeinschaft
Die Arbeit legt die Organisationsstruktur, die Dogmatik und die Handlungspraxis der sog. Scientology-Organisation dar und unterzieht diese einer verfassungsrechtlichen Bewertung. Der besondere Stellenwert der Arbeit liegt darin begründet, dass es erstmals gelungen ist, Lehre und Tätigkeit der Vereinigung auschließlich anhand von Primärquellen zu erschließen. Insgesamt sind weit über einhundert scientologische Schriften, interne Anweisungen u.ä. in der Arbeit berücksichtigt, davon allein etwa einhundert Werke ihres Gründers L. Ron Hubbard. Gegenstand der verfassungsrechtlichen Prüfung ist zum einen die Frage, ob die Scientology-Organisation als Bekenntnisgemeinschaft im Sinne der Art. 4, 140 GG, 137 WRV anzusehen ist, zum andern, ob die Dogmatik und Tätigkeit ein Verbot der Vereinigung gemäß Art. 9 Abs. 2 GG rechtfertigt.