
Nicht erst durch den Ruf nach Interventionen von Zentralbanken und Staaten auf den Finanzmärkten stellt sich die Frage, wie vollkommen und effizient diese Märkte sind. Entgegen nahezu sämtlicher empirischer Resultate wird im Kapitalanlagemanagement und im Risikomanagement der Kreditinstitute und Fonds meist noch weitgehend die Hypothese eines „vollkommenen Marktes“ verwendet und implizit der Mensch als Homo Oeconomicus beschrieben. Für die Verbesserung der Fähigkeiten im Risikomanagement ist es von zentraler Bedeutung, auf die bestehenden Schwächen in den theoretischen Grundlagen der heute üblichen Verfahren hinzuweisen [vgl. Bieta / Milde 2010, Bieta / Milde / Sendler 2010, Gleißner / Romeike 2008]. Nachfolgend werden alternative Ansätze – beispielsweise aus den Bereichen der Spieltheorie sowie der Stochastik – diskutiert.
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