
Die Urheberrechtsreform ist eines der Relikte der letzten Bundesregierung und geht auf eine Europäische Richtlinie zurück, die längst hätte umgesetzt werden müssen. Wie kaum eines der Gesetzesvorhaben wird es von den verschiedensten Interessengruppen attackiert. Während die einen um die Rechte der Künstler fürchten, gehen den großen Verwertungsgesellschaften die Rechtsänderungen noch lange nicht weit genug und die Bildungseinrichtungen befürchten eine erhebliche Beeinträchtigung der Informations- und Bildungsfreiheit.
Nun kann ein Gesetz, welches von allen Seiten attackiert wird entweder tatsächlich die goldene Mitte darstellen, die dem Ausgleich der verschiedenen Interessen Rechnung trägt oder es stellt letztlich ein handwerklich schlechtes Ergebnis dar, welches in der Verzweiflung möglichst vielen gerecht zu werden, auf faulen Kompromissen aufgebaut ist.
Dieses Werk gibt in synoptischer Darstellung die gesetzlichen Änderungen wieder, und schafft darüber hinaus einen Überblick über die unterschiedlichen Positionen zu der Gesetzesreform.
Abschließend hoffen wir mit unserer Bewertung einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion beizutragen.
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