Wie "gute Taten" steuerlich absetzbar sind

Wie "gute Taten" steuerlich absetzbar sind

Wie "gute Taten" steuerlich absetzbar sind

Beitrag, Deutsch, 2 Seiten, DanMed

Autor: Dr. Lars Eriksen

Erscheinungsdatum: 20.06.2009


Seitenangabe: 20-21

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Spenden - der Gedanke für den guten Zweck
Wer kennt sie nicht, die kleinen Spendenschiffchen an der Theke von der Deutschen Gesell-schaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Für die kleinere Spenden in Bar, mag diese schnelle ano-nyme Spende reichen – denn wie immer zählt der Gedanke für den guten Zweck. Wer aber eine Spende steuerlich absetzen will, muss anders vorgehen. Seit Juni 2008 bestimmen die neuen Regeln Folgendes: Wie bisher muss der Empfänger der Spende als gemeinnützig anerkannt sein. Als Spendenbeleg reicht bis 200 EURO grundsätzlich der Einzahlungsbeleg in Verbindung mit dem Kontoauszug. Allerdings kann das Finanzamt weiterhin auch eine Spendenquittung verlangen.

Bei Spenden über diese Summe muss ohnehin eine Spenden-quittung vorliegen. Um auch steuerliche Freude für den Spender zu bereiten, muss die Spendenquittung, Amtsdeutsch: „Zuwendungsbestätigung für das Finanzamt“, dann im Ori-ginal vorliegen und einen bestimmten Wortlauf beinhalten. Wer die ganz große Spendierho-sen anhat, kann höchstens 20 Prozent des Gesamtbetrages seiner Einkünfte als Spenden steuerlich geltend machen.
Die neuen Regeln gelten rückwirkend auf den 1. Januar 2007. Derjenige, dessen Steuerer-klärung noch nicht rechtskräftig geworden ist und noch Spendenquittungen aus alten Jahren besitzt, kann noch Spenden steuerlich geltend machen.

Im Jahre 2008 hat der Staat weitere Möglichkeiten geschaffen um das bürgerschaftliche En-gagement zu fördern. So ergeben sich neue Aussichten für die steuerliche Forderung der ehrenamtlichen Arbeit wie z.B. für Jugendleiter, Klubaktive u.ähnl.

Ein Mitgliedsbeitrag könnte grundsätzlich auch eine Spende sein. Allerdings dürfen Mit-gliedsbeiträge an die folgenden Körperschaften nicht steuerlich abgezogen werden die Zwe-cke fördern, wie den Sport, kulturelle Betätigungen, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen, die Heimatpflege und Heimatkunde oder z.B. der Förderung der Tier- und Pflanzen-zucht, der Kleingärtnerei, des traditionellen Brauchtums einschließlich des Karnevals, der Fastnacht und des Faschings der Soldaten- und Reservistenbetreuung, des Amateurfun-kens, des Modellflugs und des Hundesports.

Bei Spenden an politischen Parteien und staatsbürgerliche Fördereinrichtungen gelten be-sondere Regeln und Höchstgrenzen (1.650 /3.300 Euro Ledige/Ehegatten).