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„Wir heizen Sie willkommen“

„Wir heizen Sie willkommen“

„Wir heizen Sie willkommen“

Sprachkonferenz in Berlin bringt es an den Tag: Sprachkompetenz wird nicht nur unterschätzt, sondern ist kaum noch vorhanden

Beitrag, Deutsch, DanRevision Gruppe

Autoren: , Gunnar Tessin

Herausgeber / Co-Autor: Berlin - 28. März 2012 - von Ute Levisen

Erscheinungsjahr: 2012


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„Wir heizen Sie willkommen“
Sprachkonferenz in Berlin bringt es an den Tag: Sprachkompetenz wird nicht nur unterschätzt, sondern ist kaum noch vorhanden

 
   
   
 
 

Wer kennt sie nicht, die vielen Broschüren in Feriengebieten und Hotels, die Touristen über die Vortrefflichkeiten und Standortvorteile dies- und jenseits der deutsch-dänischen Grenze aufklären sollen: „Wir heizen Sie willkommen!“ – ist dann dort zu lesen. Oder von deutscher Seite wird aus „Unser Wein lässt nichts zu wünschen übrig: Our wine leave you nothing to hope for“. Diese und andere sprachliche Hoffnungslosigkeiten kann der Gast mit nach Hause nehmen, denn bei allem Luxus: „An den letzten 100 Euro für eine vernünftige Übersetzung wird gern gespart!“, stellt Gunnar Tessin von der DanRevision Gruppe fest, die sich im Grenzland auf deutsch-dänisches Steuerrecht spezialisiert hat.
Der Steuerexperte war einer der Gastreferenten der wirtschaftsorientierten Sprachkonferenz der dänischen Botschaft in Berlin und der Region Sønderjylland-Schleswig, die in der vergangenen Woche im Haus der Nordischen Botschaften, im Felleshus, stattfand. Gunnar Tessin gehört auch zu jenen, die Bücher schreiben könnten über die mangelhafte Sprachkompetenz, die sie alltäglich schon von Berufs wegen erleben. Verwunderlich ist dies nicht, denn, das machte die Dozentin am Institut für Internationale Kultur- und Kommunikationsstudien an der Copenhagen Business School, Lisbeth Verstraete Hansen, deutlich: Sprachkompetenz werde von Unternehmen nicht als Kompetenz auf gleicher Ebene wie die juristische oder medizinische anerkannt. Sprachliche Kompetenzen haben es daher schwer in der freien Wirtschaft. Interessant ist vor diesem Hintergrund die Wahrnehmung in den Unternehmen selbst: In den eigenen Reihen werden mangelhafte Sprachkenntnisse weniger als Problem betrachtet als bei dem Verhandlungspartner!