Zeitkonten sind heute das Herzstück der meisten flexiblen Arbeitszeitregelungen. In vielen Unternehmen wird nun darüber diskutiert, ob sie perspektivisch durch weitere, großvolumigere Konten ergänzt werden sollen: zur Bewältigung größerer Auslastungsschwankungen und/oder zur Finanzierung von Mitarbeiter-Freistellungen bis hin zum vorgezogenen oder gleitenden Ruhestandseintritt. Angeregt werden solche Diskussionen auch durch die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen gemäß „Flexi II“. Allerdings stellt sich dann oft erst einmal heraus, dass viele Zeitkontenregelungen den Mehrverbrauch von Arbeitszeit fördern – und diese kostenträchtige „Schlagseite“ droht mit der Einführung von Langzeitkonten noch stärker zu werden. In solchen Situationen empfiehlt es sich, den eigenen Regelungsansatz (erneut) auf den Prüfstand zu stellen und dabei auch mit den Erfahrungen anderer Betriebe und mit neuen Konten-Modellen abzugleichen.