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Berufsbild SAP-Berater: Was steckt dahinter?

Berufsbild SAP-Berater: Was steckt dahinter?

Wer mit Daten, Zahlen und Auswertungen arbeitet, kommt an dem Begriff SAP nicht vorbei. Die zahlreichen Software-Lösungen, die es für die individuellen Anwendungen gibt, machen den Bereich spannend und überraschend. Jeder Kunde benötigt für sein Vorhaben eine Software-Lösung, die den Bedürfnissen angepasst werden muss. Ein SAP-Berater kann bei diesem Problem helfen.

So unterschiedlich die Anwendung eines SAP-Tools sein können, so breit aufgestellt ist die Beschreibung des Berufsbildes. Da in den letzten Jahren der Bedarf an SAP-Beratern anstieg und keine klassische Ausbildung existiert, rutschen viele zukünftige Arbeitnehmer in dieses Gebiet über Umwege hinein. Dabei kann es sein, dass beruflicher Background aus dem Vertrieb oder der IT eine Rolle spielen.

Als SAP-Berater muss man jedoch eines können: dem Kunden bei Fragen zur Seite stehen. Dies kann technischer als auch funktionaler Natur sein. Auf der einen Seite muss die Systemlösung verkauft werden, auf der anderen Seite muss erklärt werden können, welche technischen Möglichkeiten umsetzbar sind. Da es sich bei SAP-Tools um Grundgerüste handelt, die mit individueller Oberfläche und Features ausgestattet sind, ist ein reiner Katalogverkauf nicht möglich.

Quelle: Pixabay

Skills zum erfolgreichen Berater

Einige grundlegende Erfahrungen lassen sich durch Hochschulausbildungen in BWL, Wirtschaftsinformatik oder durch Besuchen von Programmierkursen erlernen. Das dazugehörige Verkaufstalent lässt sich nicht durch Ausbildung oder Schulungen formen. Meist liegt das Talent eines Vertrieblers der Person bereits im Blut. Je nach SAP-Anwendung ist eine Zertifizierung notwendig, die den Berater berechtigt, das Produkt zu vertreiben. Schulungen und Kurse sind je nach Intensität über Tage oder Monate angesetzt.

Dabei gibt es verschiedene Spezifikationen der Anbieter. Beispielsweise setzt SolarWinds SAP ASE Leistungsoptimierung auf schnelle Suche nach möglichen Gründen, die zu Performance-Einschränkungen führen. Durch ausführliche Einblicke in die ASE-Leistung oder die Nutzung von zurückliegenden Daten können Ressourcen besser genutzt oder evaluiert werden. Dagegen bietet die TJC Group Ansätze für das Datenmanagement und ermöglicht Automatisierungsprozesse, die Betriebskosten und Personalaufwand senken. Für welche Fokussierung sich entschieden wird, hängt vom Kunden ab.

Quelle: Pixabay

Job mit Zukunftsaussichten

Die Entscheidung, als SAP-Berater tätig zu werden, hat Chancen auf eine erfolgreiche Laufbahn. Durch die digitale Weiterentwicklung der Unternehmen und den Ausbau von Schnittstellen, abteilungsübergreifenden Lösungen und organisatorischen Abläufen ist der Einsatz von SAP-Tools gefragter denn je. Besonders in der Wirtschaft und im Handel ist der Einsatz der Programme unverzichtbar geworden. Wer neu in den Beruf einsteigen will, kann sich auf wachsende Aufträge freuen.

Ein entscheidender Vorteil dabei ist: Die Nachfrage nach Beratern ist hoch – das Angebot allerdings gering. Unternehmen sind daher sehr empfänglich für Bewerber, die mit Qualifikationen und Kenntnissen, diese Stellen ausfüllen. 

Oftmals nutzen Firmen die Chance der internen Umbesetzung, um notwendige Stellen schnell mit Personal zu versehen. Allerdings ist in diesem speziellen Fall dies keine Option. Zu spezifisch sind die Anforderungen, die es Fachleuten einfach macht, offene Stellen zu erhalten. Zudem sind die Aussichten auf eine langfristige Einstellung mit entsprechender Bezahlung sehr gut. In Zeiten schwankender Märkte eine sichere Option.

Für welche Branche sich entschieden wird, liegt in der Präferenz des Beraters. Kommunikations-, Finanz- oder IT-Branche suchen am häufigsten nach SAP-Beratern. Es lohnt sich, in diesen Bereichen ein Auge offenzuhalten, wenn die Suche nach einem neuen Job läuft.