Burnout

Burnout

Gutachten, Deutsch, Eine Seite, Preetz-Hypnose GmbH

Autor: Dr. Norbert Preetz

Erscheinungsdatum: 2010


Aufrufe gesamt: 702, letzte 30 Tage: 3

Kontakt

Verlag

Preetz-Hypnose GmbH

Telefon: +49-391-5430132

Preis: kostenlos

Bezugsquelle:

Leiden Sie unter Erschöpfung, Energie-, Lust- und Kraftlosigkeit und können sich kaum noch erholen? Dann leiden Sie möglicherweise unter einem Burnout-Syndrom. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie dies nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn Burnout ist weit mehr, als nur kurzzeitiger Erschöpfungszustand. Was ist Burnout? Burnout ist ein Zustand der chronischen Erschöpfung. Es handelt sich immer um den Endzustand einer Entwicklung. Der Begriff Burnout-Syndrom kommt aus dem Englischen. „To burn out“ bedeutet „ausbrennen“. Das Burnout-Syndrom ist eine moderne Zivilisationserkrankung. Als wesentliche Ursache wird eine hohe berufliche Arbeitsbelastung beschrieben. Auftreten Vom Burnout-Syndrom sind Menschen in allen sozialen Schichten betroffen. Im Besonderen betrifft es aber Menschen in der Wirtschaft und in helfenden Berufen (Ärzte, Pflegeberufe, Rettungsdienstpersonal, Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter). Helfende Berufe werden besonders häufig von Menschen mit Helfersyndrom als Feld der beruflichen Betätigung gesucht. Menschen mit einem Helfersyndrom versuchen häufig, eigene emotionale Defizite durch die Helferrolle zu kompensieren. Personen mit dem Helfersyndrom versuchen ihr schwaches Selbstwertgefühl durch ihre Aufopferung und die damit verbundene Dankbarkeit der Hilfsempfänger zu stabilisieren. Der Begriff „Burnout“ wurde 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger eingeführt, der bei Menschen aus den helfenden Berufen eine Häufung von Krankschreibungen und Erwerbsunfähigkeit beobachtete. Häufigkeit Das Thema Stress im Job und auch zu Hause ist zu einem der häufigsten Gesprächsthemen in unserer Gesellschaft geworden. Fast 80% der Bundesbürger fühlen sich mehr oder weniger gestresst. Eine Studie 2005 zu Stress und Burnout ergab, dass 22 % der europäischen Arbeitnehmer sind betroffen. Es gibt auch einen direkten Zusammenhang zwischen Stressbelastung und Gesundheit. Nach einer Studie der EU ist Stress das zweithäufigste arbeitsbedingte Gesundheitsproblem. Bis zu 60 % aller versäumten Arbeitstage waren auf Stress zurückzuführen. Eine Online-Befragung der Universität Koblenz-Landau zum Thema Stress und Burnout bei Lehrkräften belegt, dass ca. 60 % aller Lehrkräfte mehr oder weniger vom Burnout betroffen sind. Auch wenn sich die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) des Burnout-Syndroms noch nicht feststellen lässt, wird eine allgemeine Steigerung des Burnout-Risikos aufgrund sich verändernder Lebens- und Arbeitsbedingungen erwartet. Folgen des Burnout Die Folgen des Burnout-Syndroms können alle Bereiche des Lebens betreffen, vor allem aber die Bereiche Arbeit, Privatleben und Gesundheit. Folgen für die Arbeit sind u. a.: das Nachlassen von Motivation Leistungsfähigkeit und Kreativität häufige Krankschreibung Ausfallzeiten Kündigungen oder Arbeitsplatzwechsel Engagement und Bereitschaft zur Hingabe kehren sich ins Gegenteil um. Die Arbeitsbereitschaft ist deutlich verringert und wird oft auf den Dienst nach Vorschrift reduziert. Nicht nur zum Abbau in der Arbeit, sondern auch generell Verflachung des emotionalen, mentalen und sozialen Lebens. Im Privatleben ist ein teilweiser bis vollständiger Rückzug aus der Öffentlichkeit zu beobachten, der sich vor allem in einer Reduzierung der sozialen Kontakte äußert. Freundschaften werden kaum noch gepflegt, Partner werden vernachlässigt. Es kommt häufig zur Trennung vom Partner und zur Vereinsamung. Gesundheit Symptome sind sowohl psychische als auch körperliche Beschwerden bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen, wie: Kopfschmerzen oder Drehschwindel Negativismus Grübeln Schlafstörungen Angstzustände Depressionen Selbstmordgedanken Suizidalität Bei Burnout-Patienten besteht auch eine erhöhte Suchtgefährdung, denn sie suchen Trost und Ablenkung in: Alkohol Tabak Drogen häufigem Essen Internet- und Computerspiele oder häufiger Sexualität Ursachen des Burnout Welche Faktoren führen eigentlich zu Überlastung, totaler Erschöpfung und Burnout? Hier spielen im Wesentlichen 3 Ursachenkomplexe eine wichtige Rolle. Dies sind: gesellschaftliche Ursachen soziale und betriebliche Ursachen und persönliche Ursachen. Gesellschaftliche Ursachen Zu den gesellschaftlichen Ursachen gehört der Zerfall der familiären und sozialen Bindungen. Dies führt zu wachsender Anonymität und Unpersönlichkeit. Soziale und betriebliche Ursachen Zu den sozialen und betrieblichen Ursachen zählen vor allem ein hoher Leistungsdruck sowie auch Überstunden. Berufliche Veränderungen führen ebenfalls häufig zu Überlastung und Überforderung und können damit einen chronischen Erschöpfungszustand oder ein Burnout auslösen. Zu den häufigsten ein Burnout auslösenden beruflichen Veränderungen gehören der Berufseinstieg, ein Wechsel der Arbeitsstelle, des Vorgesetzten oder ähnliches. Deswegen ist ein guter Einführungsprozess vor allem bei Berufsanfängern als vorbeugende Maßnahme sehr wichtig, Als wesentlicher Belastungsfaktor, insbesondere im Bereich der Wirtschaft, wird das Fehlen von klar definierten Zielen und Erfolgskriterien erlebt. Ebenfalls sehr belastend ist, wenn ein Betroffener Ziele verfolgen muss, die gegen seine eigenen Wertvorstellungen verstoßen. Ein wesentlicher Punkt, der zu Überlastung, Erschöpfung und Resignation führt, ist ein schlechtes Betriebsklima, beispielsweise wenn keine Unterstützung durch Kollegen gegeben ist, oder ein schlechter Kontakt zu Vorgesetzten besteht. Dies zeigt sich häufig in zu starker Kontrolle oder in zu wenig Rückmeldung, Lob und Anerkennung. Andere Punkte sind u. a.: unbefriedigende Arbeitsbedingungen wenig Autonomie und Entscheidungsfreiheit wenig abwechslungsreiche Arbeit zeitraubende und sinnlose Verwaltungsarbeit Aufgrund meiner Arbeit mit betroffenen Menschen mache ich immer wieder die Erfahrung, dass neben den gesellschaftlichen und sozialen Ursachen insbesondere auch persönliche Ursachen einen entscheidenden Faktor bei der Entstehung des Burnout-Syndroms spielen. Persönliche Ursachen Zu den persönlichen Faktoren, die das Entstehen eines Burnout fördern gehören zum Beispiel: verminderte Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit private Probleme in Familie und Partnerschaft schlechte Ausbildung, die Misserfolge produziert Diskrepanz zwischen Wunschbild und Realität Wenn ich von verminderter Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit spreche, meine ich dabei nicht nur körperliche Vitalität sondern vor allem auch eine verminderte psychische Belastbarkeit. Hierbei spielen insbesondere eine Rolle: Ängstlichkeit und Depressivität SC, SE, SW (mangelndes Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl) negatives Denken, Neigung zu Sorgen, Grübeln nicht Nein sagen können und keine Grenzen setzen können Auch Perfektionismus führt zu einer hohen psychischen, emotionalen und auch physischen Belastung. Zu hohe Ziele führen zu permanenter Unzufriedenheit durch ständige (subjektive) Misserfolge. Charakteristisch für den Perfektionisten ist, dass er nie mit seiner Arbeit zufrieden ist, und so selbst für Kleinigkeiten oder Bagatellen einen extrem übererhöhten Arbeitsaufwand betreibt. Menschen, bei denen das Selbstwertgefühl größtenteils durch berufliche Leistungen bestimmt wird, entwickeln nicht selten krankhaften Ehrgeiz und eine krankhafte Sucht nach Erfolg. Welche Hilfe ist bei einem akuten Burnout-Syndrom erforderlich? Wichtig vor der Behandlung sind die Diagnose und die Abgrenzung beispielsweise von einer Depression. Im Frühstadium des Burnout-Syndroms spielen Erholung und Regeneration eine wichtige Rolle. Hier kann die erste Behandlungsmaßnahme darin bestehen, lange Erholungsphasen einzulegen und somit die emotionalen und körperlichen Batterien aufzuladen. Wenn das Burnout-Syndrom rechtzeitig erkannt wird, kann es sein, dass allein durch ausreichend lange Erholungsphasen, Erfolgsaussichten auf eine vollständige Genesung bestehen. Manchmal reicht auch ein Wechsel des Chefs oder des Arbeitsplatzes aus, die zu einer Entlastung des Betroffenen führen. Im fortgeschrittenen Stadium vergeht ein Burnout-Syndrom nicht einfach wieder. Das Wichtigste ist jetzt eine längere Auszeit zur Erholung von Körper und Geist. Erholung ist eine wichtige Voraussetzung für die Genesung. Im fortgeschrittenen Stadium ist auch unbedingt eine professionelle Hilfe unbedingt erforderlich. Hier spielt die Psychotherapie eine wichtige Rolle. Die Inhalte der Psychotherapie betreffen beispielsweise das Erlernen einer Entspannungsmethode sowie die Thematisierung von mangelnder Freizeitaktivität. Insbesondere kommt es zur Bearbeitung der psychischen Ursachen, die zur Überforderung und Erschöpfung geführt haben. Beispiel hierfür sind die Überwindung von Schlafstörungen und von negativen (dysfunktionalen) Überzeugungen u. Glaubenssätze sowie Korrektur negativer Gewohnheiten. Wichtig sind die Bearbeitung von Ängsten und Depressionen, mangelndem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, von Perfektionismus und Helfersyndrom. Thematisiert werden aber auch Alkohol- und Zigarettenmissbrauch sowie Ehe- und Familienprobleme. Für die Bearbeitung psychischer Ursachen, die zu Überforderung und Erschöpfung und später zum Burnout geführt haben, hat sich insbesondere auch die Hypnosetherapie bewährt. Sie ist auch besonders schnell u. Wirksam beispielsweise bei der Überwindung von Ängsten, wie z. B. soziale Ängste, durch die einfachste Anforderungen zu einer enormen Dauerbelastung werden können. Welche frühzeitigen Signale zeigen eine Gefahrensituation für Betroffene an? Zu den ersten und wichtigen Warnsignalen gehören hoher Leistungsdruck, permanenter Zeitdruck, das Gefühl sich abzurackern und keine Anerkennung zu bekommen, das Gefühl der Überforderung und Angst, das alles nicht mehr zu schaffen oder auch Gefühle wie Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Desinteresse. Die betroffenen Menschen zeigen eine permanente Anspannung, körperliche und emotionale Erschöpfung und chronische Müdigkeit. Später kommt der Verlust der Fähigkeit hinzu, sich zu erholen. Wichtige Warnsignale sind auch Unzufriedenheit mit der derzeitigen Lebenssituation, Gefühle wie Resignation, Enttäuschung, Hilflosigkeit, Niedergeschlagenheit oder Sinnlosigkeit. Hinweise für das Entstehen eines Helfersyndroms sind beispielsweise eine idealistische Begeisterung sowie das Gefühl, unersetzbar zu sein und auch die Tendenz, Kollegen abwerten. Körperliche Warnsignale sind psychische und körperliche Beschwerden, bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen wie beispielsweise Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Drehschwindel. Macht bei Burnout der Einsatz von Medikamenten, wie z. B. Psychopharmaka oder Beruhigungsmittel, Sinn? Eine Behandlung mit Antidepressiva wird oft empfohlen, ist aber nicht unproblematisch, da eine Burnout-Depression in der Regel das Ergebnis von massiver Erschöpfung ist. Dadurch unterscheidet sich die Burnout-Depression ganz erheblich von Depressionen anderer Ursache, die häufig mit starker Antriebslosigkeit verbunden ist. Beim fortgeschrittenen Burnout, muss der Betroffene hingegen ständig gegen seinen inneren Antrieb kämpfen, der ihn weiter in die Erschöpfung treibt. Viele Antidepressiva enthalten antriebssteigernde Substanzen. Diese liefern den Ausgebrannten noch mehr der "inneren Peitsche" aus. Dieser Effekt erhöht die Suizidgefahr ganz erheblich. Die Behandlung des Burnout-Syndroms ist insbesondere im fortgeschrittenen Stadium unerlässlich. Die Behandlung kann sich jedoch über sehr lange Zeiträume erstrecken. Neben der Behandlung sollte vor allem aber auch bei der Prophylaxe des Burnout-Sydroms wichtiges Augenmerk geschenkt werden. Sind Unternehmen und Führungskräfte gefragt, Arbeitsprozesse anders zu realisieren und umzudenken? Allgemein lässt sich sagen, dass die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung des Burnout darin bestehen, Unzufriedenheit sowie körperliche und psychische Überlastungen zu verhindern. Die Vorbeugung von Stress und Burnout ist nicht nur für die Arbeiter und Angestellten wichtig. Sie ist auch im ureigensten Interesse der Firma selbst, denn Burnout führt zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen für das Unternehmen. Es ist ebenfalls wichtig, realistische Aufgaben zu geben und Ziele zu stellen den Fähigkeiten des Einzelnen angepasst sind. Auch sollten die Erfolgskriterien der Arbeit klar definiert werden. Wie bereits erwähnt sind ein Wechsel der Arbeitsstelle, des Vorgesetzten oder ähnliches häufig Auslöser für das Burnout-Syndrom. Deswegen sind eine gute Einarbeitung und eine gute Einführung vor allem bei Berufsanfängern als vorbeugende Maßnahme sehr wichtig. Ebenfalls wichtig sind eine abwechslungsreiche Arbeit sowie die Möglichkeiten zu Aus- und Fortbildung, um für die wachsenden Anforderungen des Berufes fit zu werden und zu bleiben. Entlastend wirken Möglichkeiten, des Austausches und der gegenseitigen Unterstützung im Team und eventuell auch eine Supervision durch Außenstehende. Zu den unbefriedigenden Arbeitsbedingungen, gehören auch zeitraubende sinnlose Verwaltungsarbeiten. Sehr wichtig ist auch der Kontakt zum Vorgesetzten. Besonders für die Rückmeldung in Form von Lob und Anerkennung. Negativ sind zu starke Kontrolle und ein schlechtes Arbeitsklima. Die vielleicht wichtigste Maßnahme gegen das Burnout ist die Beteiligung von Mitarbeitern an Entscheidungen, die ihre Arbeiten betreffen, weil dies psychische Fehlbelastungen besonders wirksam vermindert. Wenn möglich, sollte den Mitarbeitern und Angestellte eine vertretbare Autonomie und Entscheidungsfreiheit ermöglicht werden. Wie können Arbeitnehmer vorbeugen, was kann jeder selbst tun? Das Erkennen der Gefährdung ist bereits ein ganz wichtiger erster Schritt und eine notwendige Voraussetzung, dieser gefährlichen Entwicklung entgegenzuwirken. Als wichtigste Vorbeugung ist die Balance im Leben zwischen Arbeit, Familie, Freundschaften, Beziehungen und persönlichen Interessen zu nennen. Jeder sollte versuchen, eine notwendige Distanz zur Arbeit zu behalten oder wieder zu schaffen. Es ist wichtig, sich Zeit für Ruhe, Entspannung und Erholung zu organisieren. Wichtige Ausgleichsmöglichkeiten sind Sport, Musik oder andere Hobbys und auch die Pflege von Partnerschaften und Freundschaften. Die wichtigsten Maßnahmen der Vorbeugung sind das Vermeiden von Extremen sowie auch das Erlernen von Entspannungsmethoden und anderen Methoden, die eine bessere Stressbewältigung ermöglichen. Es ist wichtig zu lernen, mit Konflikten umzugehen und diese konstruktiv zu lösen. An dieser Stelle darf nicht unerwähnt bleiben, zu lernen, „Nein“ sagen zu können und auch Grenzen zu setzen. Eine gute Ausbildung führt in aller Regel zu einer guten Positionierung im Arbeitsmarkt damit zu einer Verminderung des Stresses bzw. der Bedrohung durch Arbeitslosigkeit. Wichtig ist es auch, unrealistische Vorstellungen zu korrigieren, Perfektionismus und übertriebenen Ehrgeiz abzubauen. Sollte man bereits professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn man eine Gefährdung bei sich selbst erkennt? Wie muss zunächst unterschieden werden, ob es sich bei dem Betroffenen um eine kurzfristige oder um eine langfristige Behandlung handelt. Es ist zu beurteilen, ob ausgiebige Erholungsphasen ausreichen (Anfangsstadium des Burnout) und ob der Betroffene diese auch konsequent einhalten kann. Im Zweifelsfall sollte professioneller Rat eingeholt werden. Phasen des Burnout-Syndroms Das Burnout-Syndrom ist immer der Endzustand einer Entwicklung, beginnend mit anhaltenden Phasen großer Anstrengung, in der man sich durch permanentes pausenloses Engagement bis hin zur völligen körperlichen und geistigen Erschöpfung aufzehrt. Es gibt verschiedene Phasentheorien aber keinen typischen Verlauf des Burnouts. Als wichtigste Phasen werden beschrieben: Enthusiasmus, Stagnation, Frustration, Apathie und Burnout. Diese Phasen sind besonders gut in den helfenden Berufen erkennbar. Die Helfertätigkeit wird mit idealistischer Begeisterung begonnen (Enthusiasmus). Es kommt zu frustrierenden Erlebnissen und zur Desillusionierung. Der Helfer bemerkt, dass er durch sein Handeln keine Fortschritte erzielt (Stagnation). Rückschritte führen zur Resignation. Die Helfer werden zynisch gegenüber Kollegen und Klienten (Frustration). Es folgt die Phase der Apathie, in der die berufliche Tätigkeit nur noch unter großen Anstrengungen ausgeführt werden kann. Es kommt zu Motivations- und Antriebsminderung. Die Betroffenen werden phlegmatisch und können sich weder beruflich noch privat zu etwas aufraffen. Nun werden auch erste körperliche Anzeichen von Erschöpfung sichtbar. Wenn dieser Zustand für eine längere Zeit anhält, spricht man vom Burnout-Syndrom. Im Endstadium des Burnout finden existenzielle Verzweiflung, Zynismus & Ablehnung von Kollegen, Klienten und der eigenen Arbeit. Es besteht eine überwiegend negative Einstellung zum Leben. Gefühle von Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit verdichten sich zur Depression mit Gefühlen der totalen Sinnlosigkeit, die oft in selbstverletzendem Verhalten und Suizid endet. Diagnosestellung beim Burnout-Syndrom In der von den Ärzten verwendeten internationalen Klassifikation von Krankheiten (ICD 10) gibt es keine einheitliche Definition des Burnout-Syndroms. Auch ist das Burnout-Syndrom keiner eigenen psychiatrischen Diagnose (F-Diagnose) zugeteilt, sondern "nur" eine Z-Diagnose im Anhang. Als Folge davon gibt es keine diagnostischen Leitlinien, die das Vorhandensein konkreter Symptome fordert. Es gibt jedoch zwei anerkannte Methoden (Fragebögen) zur Diagnose des Burnout-Syndroms. Diese sind: Das Maslach Burnout Inventory – MBI, bei dem Aussagen aus den Kategorien emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und Leistungszufriedenheit beantwortet werden. Inhaltlich deckt dieser Fragebogen die wichtigsten Aspekte des Burnouts ab. Das Tedium Measure – TM, in dem Aussagen nur bzgl. ihrer Häufigkeit beantwortet werden. Zusammenfassung Burnout ist ein Zustand der chronischen Erschöpfung der immer häufiger auftritt und der bereits zu einer modernen Zivilisationserkrankung geworden ist. Vom Burnout-Syndrom sind Menschen in allen sozialen Schichten betroffen. Im Besonderen betrifft es aber Menschen in der Wirtschaft und in helfenden Berufen. Burnout stellt eine erhebliche Belastung für die betroffenen und auch einen erheblichen Wirtschaftsfaktor für die Unternehmen dar. Burnout ist behandelbar. Dies ist am leichtesten im Frühstadium möglich, in dem bisweilen ausgedehnte Phasen der Ruhe und Erholung eine vollständige Regeneration ermöglichen. Im fortgeschrittenen Stadium können Behandlungen sehr lange dauern. Hier ist auf jeden Fall professionelle Hilfe erforderlich. Psychotherapie spielt hier eine wesentliche Rolle. Wichtiger noch als die Behandlung ist es, vorzubeugen. Hier spielen Stressbewältigung und Entspannung wie beispielsweise die Selbsthypnose eine wichtige Rolle. Selbsthypnose kann schnell erlernt werden und erweist sich als besonders hilfreich in der Burnout-Prophylaxe.

Dr. Norbert Preetz

DE, Magdeburg

Diplompsychologe

Preetz-Hypnose GmbH

Publikationen: 16

Veranstaltungen: 6

Aufrufe seit 05/2008: 10608
Aufrufe letzte 30 Tage: 48

Diese Website verwendet Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unseren Hinweisen zum Thema Datenschutz