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Olivenöl und Co. – Mittelmeerdiät schützt vor Gefäßkrankheiten und Krebs

Die Mittelmeerdiät hat einen hohen Anteil an Gemüse und Obst sowie an Nüssen und Getreide. Hinzukommen Geflügel, Fisch und andere Meeresfrüchte, die laut den Experten von olivodorato.de meist mit hochwertigem Olivenöl zubereitet werden. Rotes Fleisch, Milch und Süßigkeiten sind in der Mittelmeerdiät, die inzwischen einen Eintrag der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit erlangt hat, indes eher selten.

Kardiovaskuläre Erkrankungen im Mittelmeerraum

Gesundheitsdaten aus dem Mittelmeerraum deuten außerdem seit Längerem darauf hin, dass die durch Olivenöl geprägte mediterrane Ernährung nicht nur gut geschmeckt, sondern auch gesundheitliche Vorteile bietet. Deutliche Hinweise dafür sind unter anderem kardiovaskuläre Erkrankungen, die in Mittelmeerländern wie Italien, Spanien oder Griechenland deutlich seltener sind als in den meisten anderen Nationen.

Adhärenz von Mittelmeerdiät und Krebsrisiko

Wissenschaftler der Universität Wien haben deshalb anhand einer Metastudie die gesundheitlichen Auswirkungen der Mittelmeerdiät näher untersucht. Das Team um Georg Hoffmann und Lukas Schwingshackl analysierte dazu Beobachtungsstudien (21 Kohortenstudien und 12 Fall-Kontroll-Studien), die insgesamt mehr als 1,4 Millionen Probanden hatten. Sie fanden dabei heraus, dass die Mittelmeerdiät das Krebsrisiko und die mit Krebs verbundene Sterblichkeit beeinflusst.

Konkret bestehen bei der Mittelmeerdiät mit einer hohen Adhärenz mehrere Vorteile. Die Ernährungsform vermindert Neuerkrankungsrate für alle Krebstypen (- 10 %), Neuerkrankungsrate für bestimmte Tumoren wie Dickdarmkrebs (- 14 %) und Prostatakrebs (- 4%) sowie durch Krebserkrankungen verursachten Sterblichkeit (- 10 %).

„Adhärenz bedeutet in diesem Zusammenhang, in welchem Ausmaß das Verhalten der Studienteilnehmer mit den vereinbarten Empfehlungen übereinstimmt. Je deutlicher die Ernährung mit den oben genannten Hauptbestandteilen der Mediterranen Diät übereinstimmt, desto größer ist die Adhärenz“, erklärt Hoffmann.

Inhaltsstoffe des Olivenöls entscheidend

„Diätetische Faktoren können das Krebsrisiko durch verschiedene Wirkmechanismen beeinflussen, wie zum Beispiel die Unterdrückung von spontanen Mutationen, die Hemmung der Zellteilung oder die Vermittlung von Gegenmaßnahmen wie dem programmierten Zelltod“, erklären die Wissenschaftler in ihrer Publikation im International Journal of Cancer.

Entscheidend für die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der Mittelmeerdiät ist laut den Ernährungswissenschaftlern vor allem die häufige Verwendung von nativem Olivenöl-Extra. Dieses enthält natürliche Phenole, die die Tumor-auslösende Wirkung von Onkogenen unterdrücken können. Außerdem besitzt Olivenöl Inhaltsstoffen mit weiteren