Du musst finden, was du liebst

Du musst finden, was du liebst

Du musst finden, was du liebst

Ein Video, das mir nach wie vor sehr am Herzen liegt, ist das der visionären Rede des Apple-Gründer und Pixar-Chefs Steve Jobs, die er am 14. Juni 2005 bei der akademischen Abschlussfeier der amerikanischen Elite-Universität Stanford gehalten hat.

Beitrag, Deutsch, Eine Seite, Reichert Consulting GmbH

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Erscheinungsdatum: 21.05.2011


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Obwohl diese Rede nun bereits fast genau sechs Jahre alt ist, enthält sie ein paar der wichtigsten Grundsätze, die zu einem erfüllten Leben führen. Bei der Gestaltung des eigenen Lebens sollten sie für jeden einzelnen große Bedeutung habe. Dabei spricht Jobs gerade über ganz grundsätzliche Dinge im Leben: Berufung, Liebe, Tod und wie wertvoll Rückschläge sein können.
Ironisch ist, dass der Abschlussredner in Stanford von 2005 selbst keinen Hochschulabschluss besitzt, doch hat Jobs den Absolventen eine Hand voll Lebensweisheiten an die Hand zu geben, die er in seinem bewegten Leben selbst erfahren hat. Dazu erzählt er drei Geschichten aus seinem Leben.

Die Punkte verbinden. Die erste Geschichte, die Steve Jobs erzählt, beginnt damit, dass er nach nur sechs Monaten die Uni aufgab, da er nicht im geringsten erkennen konnte, wie sie ihm bei der Frage, was er mit seinem Leben anfangen wollte, helfen könnte. Dies sollte einer der vielen Punkte in Jobs Leben werden, die höchst verunsichernd waren, aber rückblickend eine der besten Entscheidungen in seinem Leben bedeuteten. Statt die Pflicht-Seminare zu besuchen, belegte er Seminare, die für ihn interessant schienen. Zwar hatten diese zunächst keine Aussicht auf praktische Anwendung in seinem Leben, aber seiner Intuition und Neugierde gefolgt zu sein, stellte sich später als „unbezahlbar“ heraus, wie Jobs sagt. Als Beispiel führt er seinen Kalligraphie-Kurs an, bei dem er alles über Serifen, Buchstabenabstände und Co lernte, – kurz – alles, was Typographie großartig und ästhetisch macht. Während dies zunächst keinen Nutzen hatte, sollte es später, als er den Macintosh Computer designt, dazu führen, dass dieser der erst Computer mit schöner Typographie ist. Und “weil Windows Mac einfach kopierte”, so Jobs, hätte heute wahrscheinlich kein PC eine schöne Typographie, hätte er nicht den Kalligraphie-Kurs absolviert. „You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future”. Wir müssen also auf unsere Fähigkeiten, unser Schicksal und unser Leben vertrauen, denn wir können den Sinn für bestimmte Punkte im Leben nicht in der Vorschau sehen, sondern immer nur in der Rückschau. Das hat den Unterschied in seinem Leben gemacht, wie Steve Jobs betont.

Über Liebe und Verlust. In seiner zweiten Episode aus seinem Leben, erzählt der Apple-Gründer von den Höhen und Tiefen seiner Karriere. Nach einem kometenhaften Aufstieg seines Unternehmens innerhalb von weniger als zehn Jahren, kam für Jobs ein herber Rückschlag, als er mit 30 Jahren öffentlich aus dem Unternehmen gefeuert wurde. Am liebsten wäre er weggelaufen, sagt Steve Jobs, denn er hatte das Gefühl, den Staffelstab in dem Moment fallengelassen zu haben, als er ihm überreicht wurde. Doch etwas dämmerte ihm: Noch immer liebte er diesen Beruf. „I had been rejected, but I was still in love. And so I decided to start over.”
Tatsächlich sollte der Rauswurf bei Apple zum Startschuss der kreativsten Phase im Leben von Steve Jobs werden, denn in den nächsten fünf Jahren gründete er die Firma NeXT, das heute erfolgreichste Animationsstudio der Welt Pixar und verliebte sich in die Frau, die er später heiraten würde. Außerdem kaufte Apple NeXT und somit kehrte Jobs zu Apple zurück und bescherte der Firma mit seiner bei NeXT entwickelten Technologie eine Renaissance.
Manchmal hält das Leben eine bittere Pille für uns bereit, wie Jobs sagt. Aber man darf seinen Glauben nicht verlieren und muss weiterhin das tun, was man liebt. Das hat Jobs zum Erfolg geführt. Eindringlich appelliert er an die Studenten: Findet, was ihr liebt. Eure Arbeit wird einen großen Teil eures Lebens ausmachen und der einzige Weg, zufrieden zu sein, ist, seine Arbeit gut zu machen. Die einzige Art, seine Arbeit gut zu machen, liegt jedoch darin, seine Arbeit zu lieben. Wenn ihr noch nicht wisst, was ihr liebt, sucht weiter – lehnt euch nicht zurück! „Love what you do. If you haven’t found it yet, keep looking. Don’t settle.”

Eine Geschichte über den Tod. Seine dritte Geschichte leitet Steve Jobs mit einem Zitat ein, das ihn seit seinem 17. Lebensjahr begleitet: „Wenn du jeden Tag lebst, als sei es Dein Letzter, wirst du eines Tages höchstwahrscheinlich recht haben.“ Diesem Zitat folgend befragt Jobs seitdem jeden Morgen sein Spiegelbild, ob er genau das tun würde, was er heute tut, wenn er wüsste, dass er nur noch diesen Tag zu leben hätte. Jobs erklärt, dass wenn die Antwort auf diese Frage zu viele Tage am Stück „Nein“ lautete, dann wusste er, dass er etwas ändern muss. Das „Memento Mori“ sei sein wichtigstes Instrument, um die großen Entscheidungen im Leben zu treffen. Denn alles Unwichtige – äußere Erwartungen, Stolz, Angst vor Blamagen oder Versagen – fällt im Angesicht des Todes weg und hinterlässt nur noch das wirklich Wichtige. So sei das Bewusstsein unserer Sterblichkeit der schnellste Weg zur Sicherheit, dass wir nichts zu verlieren haben. „You are already naked. There is no reason not to follow your heart.”
Nachdem Steve Jobs seine 2004 diagnostizierte Krebserkrankung überwunden hat, kann er einmal mehr festhalten, dass der Tod „die beste Erfindung des Lebens“ ist, denn er sei „Life’s change agent“. Appellierend an die graduierten Studenten betont er, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist – wir dürfen sie somit nicht damit verschwenden, das Leben eines anderen zu führen. „Überhört bei all dem Lärm der anderen Meinungen nicht eure innere Stimme und habt den Mut, Eurem Herzen und Eurer Intuition zu folgen. Sie wissen bereits, was du wirklich sein möchtest. Alles andere ist zweitrangig.“
Steve Jobs entlässt die frisch gebackenen Absolventen mit einem Zitat eines seiner Lieblingsbücher der vor-digitalen Zeit, „The Whole Earth Catalog“. Was er sich selbst immer gewünscht hat, wünscht er an diesem Punkt des Neubeginns auch den Absolventen:
„Stay Hungry. Stay Foolish“ – Bleibt (lebens)hungrig, bleibt töricht!

Ein wahrhaft inspirierender Vortrag, der uns helfen kann, sowohl im Leben als auch im Beruf neue Wege zu gehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Danke!