
Auf der Basis von sieben Schritten können Auswahlfehler bei der Auswahl von Bewertungsspezialisten vermieden werden und das Risiko mangelhafter Ergebnisse am Ende des Bewertungsprojekts wesentlich verringert werden:
Hier gilt es zunächst zu unterscheiden, ob es sich um einen Erstauftrag oder um einen Folgeauftrag handelt. Bestehen aufgrund vergangener Bewertungsprojekte bereits Erfahrungen mit einem Bewertungsspezialisten und ist das Unternehmen mit den Arbeitsergebnissen zufrieden, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das nachfolgende Prozedere nicht mehr durchlaufen wird. Deshalb soll zunächst davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Vorauswahl um einen Erstauftrag handelt oder dass das Unternehmen die Auswahl alternativer Bewertungsspezialisten in Erwägung zieht. Da es in Deutschland, mit Ausnahme der zur Bewertung publizierenden Verfasser, keine Informationen über potenzielle Bewertungsspezialisten gibt, greifen die meisten Unternehmen auf bekannte Namen internationaler oder national überregional tätiger Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bei der Vorauswahl des Unternehmens zurück.
Gesucht werden sollte das Gespräch mit dem Bewertungsspezialisten, der verantwortlich das Projekt abwickeln wird. Die folgende Fragenliste hilft, die fachliche und persönliche Qualifikation und Eignung des Bewertungsspezialisten zu hinterfragen:
Bei größeren Bewertungsprojekten sollten mehrere Angebote eingeholt werden. Anhand von drei Angeboten haben Sie in der Regel mit Hilfe dieser Checkliste Klarheit, welcher Berater für Sie der richtige ist.
Die Qualität der eingeholten Angebote lässt sich anhand folgender Kriterien prüfen:
Im fünften Schritt sollte geprüft werden, ob der Bewertungsspezialist einen gesetzlichen oder berufsständischen Rahmen bei seiner Arbeit zu beachten hat. Bei Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern gibt es beispielsweise gesetzliche Regelungen und berufsständische Vorgaben bei der Durchführung ihrer Tätigkeit. Wirtschaftsprüfer haben die berufsständischen Verlautbarungen des IDW im Rahmen ihrer Eigenverantwortlichkeit zu beachten und darauf hinzuweisen, wenn sie in begründeten Ausnahmefällendavon abweichen.
Ein Urteil über die Eignung des Bewertungsspezialisten und seines Teams im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern, anderen Beratern und dem Abschlussprüfer ist sicher in dieser frühen Informationsphase sehr schwierig. Dass dies jedoch ein wichtiger Punkt ist, wird man spätestens erkennen, wenn „Sand im Getriebe“ ist und der Auftraggeber feststellt, dass der Bewertungsspezialist zum Engpassfaktor bei dem Bewertungsprojekt wird. Bewertungsspezialisten, die die Spielregeln der Zusammenarbeit mit den anderen Projektmitgliedern nicht kennen oder sie wiederholt missachten, landen schnell im Abseits. Schlussendlich wird diese Frage vor der erstmaligen Auftragserteilung nur intuitiv zu beurteilen sein. Und jeder hat schon einmal intuitiv falsche Entscheidungen getroffen, die er im Nachhinein bereut hat. Im Kern geht es um die Beurteilung persönlicher Eigenschaften des Bewertungsspezialisten, wobei im Schritt 7 die nachfolgende Checkliste helfen soll.
Es ist heute allgemein anerkannt und üblich, persönliche Eigenschaften eines Bewerbers in einem Vorstellungsgespräch zu beurteilen. Bei der Vorstellung von Bewertungsspezialisten im Vorfeld der Auftragserteilung sollte dies genauso gelten.

Folgende Fragen können Aufschluss über persönliche Eigenschaften eines Bewertungsspezialisten geben:
Schlussendlich wird sich erst am Ende des Bewertungsprojekts zeigen, ob Ihr Vor-Urteil richtig war. Dennoch macht es Sinn, sich im Vorfeld einer Beauftragung über persönliche Eigenschaften des Bewertungsspezialisten Gedanken zu machen.
Quelle: Andreas Creutzmann: Leitfaden zur Auswahl eines Bewertungsspezialisten, in FINANZ BETRIEB News 11/2006, S. 6-9.
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Herr Creutzmann ist ein auf Bewertungen spezialisierter Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Certified Valuation Analyst (CVA). Er ermittelt u. a. Barabfindungen beim Ausscheiden von Minderheitsaktionären (Squeeze out) sowie beim Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen bei börsennotierten Unternehmen.

Im Rahmen seiner Forschungs- und Beratungstätigkeit befasst sich Herr Dr. Gleißner insbesondere mit wertorientierter, strategischer Unternehmensführung.

Herr Wollny ist ausgewiesener Experte, Fachbuchautor und Referent im Bereich Unternehmensbewertung.

Neben seiner Lehrtätigkeit am Lehrstuhl für Rechnungs- und Prüfungswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg ist Herr Prof. Henselmann seit vielen Jahren beratend tätig, dabei erstellt er schwerpunktmäßig Unternehmensbewertungen.

Herr Dr. Tschöpel befasst sich im Bereich Corporate Finance-Beratung schwerpunktmäßig mit Unternehmensbewertung.

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Unternehmensbewertungen werden u.a. beim Kauf und Verkauf von Unternehmen, bei Umwandlungen (z.B. Fusionen), beim Ausschluss von Minderheitsaktionären (Squeeze out) oder beim Abschluss von Unternehmensverträgen (z.B. Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen) durchgeführt. Hinzu kamen in den letzten Jahren Bewertungen von immateriellen Vermögenswerten bei Unternehmenserwerben (Purchase Price Allocation) im Konzernabschluss oder die Bewertung von Beteiligungen für Zwecke der Prüfung der Werthaltigkeit im Jahresabschluss (Impairment Tests).
Die folgende Auflistung gibt eine systematischen Übersicht über die wesentlichen Anlässe und Motive einer Unternehmensbewertung:

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berät ihre Mandanten umfassend in allen wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Fragen der Unternehmensbewertung und Sonderprüfung.

Die FutureValue Group unterstützt die Unternehmensführung – aber auch Investoren – bei der Entscheidungsvorbereitung, insbesondere durch eine risikoorientierte Bewertung von Strategien, Anlagemöglichkeiten oder ganzen Unternehmen.

11.06.2012 - Hamburg/Kaltenkirchen
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von KMUs, Bewertung immaterieller Werte und Bewertungen
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ergänzt. Renommierte Bewertungsprofessionals als Referenten vermitteln praxisorientierte Lerninhalte und Excel Case Studies. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung erhalten Sie die international anerkannte Zertifizierung als Certified Valuation Analyst.