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Themenspecial

Depression - Oft sind Leistungsträger betroffen

Mögliche Ursachen für Depression

Es ist kein Zufall, dass Menschen in einer Leistungsgesellschaft depressiv werden. Der Konkurrenzkampf zwingt arbeitende Menschen oft zu Höchstleistungen, enormer Zeitdruck und eine hohe Arbeitslast können die Umstände begünstigen, die zu einer Depression führen. Depression bedeutet im engeren Sinne Aggression, die der Betroffene gegen sich selbst richtet. Die Ursache sind Frust und mangelnde Befriedigung. Besonders oft sind Menschen betroffen, die übermotiviert sind und einen Komplex haben.

Depression im Beruf

Depressionen können ihre Ursache in einem schweren Schicksalsschlag oder einem einschneidenden negativen Erlebnis haben. Aber auch bestimmte Wesenszüge begünstigen das Auftreten einer Depression. So fühlen sich Menschen, die eine Depression entwickeln oft schuld- oder angstbeladen, manchmal auch minderwertig. Sie neigen dazu, hohe Anforderungen sowie Konflikte und entstehende Aggressionen gegen sich selbst zu richten. Sie sind selten zufrieden, nehmen Kritik zu oft an, sind sehr motiviert, zeigen keinen Widerspruch und besitzen kein Ventil, um ihre Emotionen auszugleichen. Für eine gewisse Zeit erbringen sie überdurchschnittliche Leistungen, brennen dann aber aus, weil sie ihre Ziele zu verbissen verfolgen und ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen. Sie erscheinen dann schlecht gelaunt und abwesend. 

Depression in der Belegschaft 

Eine Depression ist eine schwerwiegende Erkrankung, der Betroffene und Kollegen mit Verständnis begegnen sollten. Der Depressive mag unangenehm sein, eine sogenannte „Spaßbremse“, manchmal ein Choleriker, aber dennoch verfolgt er in den meisten Fällen die gleichen Ziele wie das Unternehmen und sein Arbeitsumfeld. Der Umgang mit einem depressiven Menschen ist auch deshalb schwierig, weil diese oft extrem agieren und dann nicht mehr verstehen, dass es für alle Beteiligten wichtig ist, die „Moral der Truppe“ zu erhalten, damit alle Mitglieder einer Abteilung oder eines Teams zum Ziel kommen. Viele Menschen mit Depression sind Perfektionisten, die vergessen, dass Wohlbefinden und eine gewisse Distanz die wichtigste Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg sind.

Vorzeichen erkennen und frühzeitig handeln -  Experten helfen

Eine typische Depression ist leicht zu erkennen. Die Betroffenen wirken verbissen und unterdrückt aggressiv, sie werden launisch und neigen zu einer stereotypen Mimik. Sie verlieren öfter die Fassung und wirken überfordert. Manchmal kann es schon hilfreich sein, den Betroffenen zu entlasten und ihm einfache Aufgaben abzunehmen. Vertrauen und Kooperation sind eine gute Basis, um einen Team-Player zu entlasten, wenn es um das Wohl des Unternehmens und aller Beteiligten geht.

Sollten die Anzeichen auf eine schwere Depression über einen längeren Zeitraum deuten, dann sollte unbedingt ein Gespräch mit dem betroffenen Mitarbeiter geführt werden, bei dem mögliche Behandlungswege erörtert werden. Als erster Schritt ist ein Besuch beim Werksarzt oder dem Arzt des Vertrauens des betroffenen Arbeitnehmers denkbar. Auf jeden Fall sollte der Vorgesetzte dem betroffenen Mitarbeiter das Gefühl einer vertrauensvollen Umgebung vermitteln und den Eindruck hinterlassen, dass das Unternehmen und die Belegschaft den Gesundungsprozess des Betroffenen so weit wie möglich unterstützen werden. Auf Anweisung eines Arztes kann die Einnahme von Medikamenten helfen, aber auch ein Urlaub oder Kuraufenthalt

Da die Erkrankung eines Arbeitnehmers an einer Depression nicht nur für den Betroffenen selbst weitreichende Veränderungen mit sich bringt, sondern auch für das Unternehmen, in dem er beschäftigt ist, sollte frühzeitig Rat bei einem erfahrenen Experten eingeholt werden. 

Zum einen kann ein Experte dabei helfen, die Anzeichen einer Depression zu deuten, er kann Tipps im Umgang mit Betroffenen geben und mögliche Wege aus der Depression aufzeigen. Auf Seiten der Unternehmen kann ein Experte beispielsweise arbeitsrechtliche Tipps im Umgang mit einem erkrankten Mitarbeiter geben. Ein Personaldienstleister kann eventuell kurzfristig für Ersatz für den krankheitsbedingten Ausfall des Mitarbeiters sorgen.

Bücher zum Thema Depression

Depressionen überwinden für Dummies

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Charles Elliot und Laura Smith, klinische Psychologen mit langjähriger Erfahrung, beschreiben leicht verständlich die unterschiedlichen Formen von Depressionen.

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Burnout und Depression

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Mit diesem Buch erhalten Sie als Betroffene(r) oder Angehörige(r) konkrete Erfahrungsberichte von Patienten, die über ihren Weg aus Depression oder Burnout berichten.

Autoren: 3

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Depression - Patientenratgeber für den Alltag

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Der erfahrene Arzt Daniel Illy beantwortet in diesem Ratgeber Fragen rund um das Thema Depression, die ihm von seinen Patienten im Praxisalltag gestellt wurden.

Autoren: 1

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Veranstaltungen zum Thema Depression

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Teil III - Der Betriebsrat im Beratungsgespräch

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Teil III - Der Betriebsrat im Beratungsgespräch

Im Teil III dieser Seminarreihe erlernen Sie, psychisch belastete Mitarbeiter zu erkennen, auf diese zu zu gehen und diese zu unterstützen ohne dass Sie selbst die Grenzen Ihrer Belastbarkeit überschreiten.

Unternehmen: 1

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